Machen Muskel sexy?

Kraftsport ist eine typisch männliche Erscheinung. Es gibt zwar auch ein paar Gewichte hebende Frauen, doch eben nur einige wenige. So richtig durchsetzen will sich der Kraftsport bei den Frauen aber nicht, trotz des Trommelwirbels rund um Gleichstellung. Das hat natürlich seine Gründe.

Das für den Muskelaufbau zuständige Hormon ist das Testosteron. Durchschnittlich besitzen Männer zehn mal mehr Testosteron als Frauen, sie sind also von Natur aus die Erfolgreicheren beim Muskelaufbau. Doch auch wenn die Ausstattung mit Testosteron eine wichtige Voraussetzung ist, um Muskel auf zu bauen geht ohne eine gehörige Portion an Willen gar nichts. Männer müssen ihr Potenzial schon ausschöpfen um auszusehen wie Adonis.

Dafür gehen sie in Fitnesscenter. Um zum gewünschten Erfolg zu kommen bedarf es großer Anstrengungen und Konsequenz. Hinter einem wohlgeformten Sportlerbody stehen jahrelange Bemühungen und Essensdisziplin.
Und die Motive?
Man braucht kein Gelehrter sein um zu wissen, dass niemand in den besten Jahren Gewichte stemmt um seine Lebenserwartung an zu heben, diese Argumente sind für die meisten im Training stehenden, jungen Männer nicht real genug.
Das wahre Motiv für die Plagerei ist die eigene Eitelkeit, der gesunde Narzismus…und das Bewusstsein, dass Muskeln sexy machen. (Daraus ergibt sich auch die Gefahr zur Übertreibung. Gesundes Training ist fördert die Gesundheit und schadet ihr nicht!).
Untersuchungen beweisen, dass trainierte Männer bei Frauen eine deutlich höhere sexuelle Attraktion besitzen als untrainierte oder gar übergewichtige.
Kurz und gut: durchtrainierte Männer haben mehr Erfolg bei der Anbahnung von Sexualkontakten. Und sie werden dafür von ihren unsportlichen Geschlechtsgenossen beneidet!

Trainierte Männerkörper gelten als sexuell attraktiv, sie eröffnen ungeahnte Möglichkeiten in der Frauenwelt, aber auch in der Berufswelt. Das hängt mit dem höheren Selbstwertgefühl zusammen. Das Bewusstsein bewundert und begehrt zu sein führt zu selbstsichererem Auftreten und signalisiert Kampfesmut und Siegessicherheit. Erfolg zu haben macht nochmals zusätzlich sexy.
Es ist also wirklich vorbei mit dem Klischee des fetten, Zigarre rauchenden Chefs im Nadelstreif, der sich im dicken Wagen von einem Chauffeur zum nächsten Meeting bringen lässt. Der erfolgreiche Manager ist schlank und hat eine sportlich-schlanke Figur. Der Fettanteil liegt in einem Bereich der als marginal bezeichnet werden kann, die Schultern sind deutlich breiter als der Po und der Bauch flacher als der Brustkorb. Dies signalisiert Fähigkeit zur Disziplin, Beherrschung der eigenen Triebe, Akzeptieren von Entbehrungen, kurz und gut es signalisiert alle Eigenschaften die mann braucht, um erfolgreich ein Unternehmen führen zu können.
Das Fitnesscenter als Spielwiese für erfolgreiche Manager.

Und wie schreibt Kiani Wais sinngemäß: „Sollten sie zu der Gattung von Männern gehören, die zu Hause bleiben um die Wäsche zu bügeln und glauben ein Wohlstandbäuchlein gehört einfach dazu, dann seien sie sicher, ihre Frau hat noch einen anderen Mann ohne Wohlstandsbäuchlein…und nicht zum Wäsche bügeln.“